Statistische Daten
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Unterhalb ist eine Auswahl von statistischen Daten zum Wirtschafsleben in Österreich zu finden. Die Werte können dazu dienen sich einen Überblick über wirtschaftliche Größen zu verschaffen und internationale Vergleiche zu ermöglichen.
Erwerbsbeteiligung
Die Erwerbsquote in Österreich schwankt seit einigen Jahren, ohne größere Sprünge um die 75% Marke. Diese Quote drückt den Anteil der Erwerbspersonen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter aus. Auf der Basis der männlichen Gesamtbevölkerung beträgt die Erwerbsquote der Männer rund 79%. Sie ist wesentlich höher als die Erwerbsquote der Frauen mit etwa 58%, gemessen an der weiblichen Gesamtbevölkerung. Zu beachten ist auf welche Grundgesamtheit sich die Erwerbsquote bezieht. Sie kann sich auf die Gesamtbevölkerung oder auf die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter beziehen. Für die letzten Jahre besagen die Zahlen der Statistik Austria ein Arbeitskräftepotenzial von insgesamt vier Millionen Personen im Alter ab 15 Jahren. Nach den diesen Daten liegt die Männererwerbsquote der 15 bis 64 Jahre alten Männer bei 73% und die der 15 bis 64 Jahre alten Frauen bei 67%. Je näher Personen dem Pensionsantrittsalter (gesetzlich oder tatsächlich) kommen, desto geringer werden die Erwerbsquoten bei beiden Geschlechtern.
Art der Erwerbstätigkeit
Im Jahr 2010 gab es etwa 3,5 Millionen Unselbstständig Erwerbstätige und rund 565.000 Selbstständig Erwerbstätige und mithelfende Personen. Die durchschnittliche Normalarbeitszeit für Unselbstständige beträgt pro Woche 38 Stunden, für Selbstständige (und Mithelfende) beträgt sie durchschnittlich 40 Stunden. Männer weisen jeweils deutlich mehr und Frauen deutlich weniger Stunden auf. Die tatsächliche Arbeitszeit pro Woche kann sich von diesen Werten erheblich unterscheiden.
Die Lohnquote ist ein wichtiger Indikator für die funktionelle Einkommensverteilung, sie beschreibt den Anteil am gesamtwirtschaftlichen Einkommen der auf die Arbeitnehmer entfällt. Man unterscheidet die Bruttolohnquote die die (Einkommen vor Abzug der Steuern und Sozialabgaben) von der Nettolohnquote (Einkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben). Derzeit wird die Lohnquote in Österreich bei rund 60% liegen, in den letzen Jahrzehnten sank sie kontinuierlich ab. Die Berechnungsmethoden für die Quote unterscheiden sich, so kann man bei verschiedenen Quellen auch leicht differierende Ergebnisse finden.
Die Gewinnquote ist eine Kennzahl für die funktionelle Einkommensverteilung in einer Volkswirtschaft. Sie gibt an welcher Anteil am gesamtwirtschaftlichen Einkommen auf Unternehmer und Vermögensbesitzer entfällt. Lohnquote und Gewinnquote sind komplementär und ergeben zusammen 100%. In Österreich dürfte die Gewinnquote derzeit bei rund 40% liegen.
Arbeitssuche und Arbeitslosigkeit
Bei der Arbeitslosenquote gibt es eine nationale Definition und eine internationale Definition nach dem Labour Force Konzept. Tendenziell ist die internationale Definition für den internationalen Vergleich besser geeignet. sei fällt, wegen der engeren Definition von Arbeitslosigkeit immer geringer aus als die umfassendere nationale Definition. Nach nationalen Normen waren 2009 im Jahresdurchschnitt 260.000 Personen als Arbeitssuchend/Arbeitslos gemeldet, es ergibt sich eine nationale Arbeitslosenquote von rund 7,2%. Die internationale Definition ergibt etwa 205.000 Arbeitslose und eine Quote von 4,8%. Es ist zu beachten, dass beide Definitionen Arbeitssuchende Personen die an Schulungen teilnehmen nicht berücksichtigen. Würde man diese rund 60.000 Personen in die Berechnung mit einbeziehen so würde sich die Arbeitslosenquote anders darstellen. Die Gesamtzahl der Arbeitssuchenden Personen dürfte bei rund 300.000 liegen wenn man Arbeitssuchende und Arbeitssuchende Schulungsteilnehmer betrachtet. Da weder die nationale noch die internationale Definition Schulungsteilnehmer berücksichtigt, ergeben die daraus errechneten Quoten "verfälschte Werte". Die Anzahl der offenen Stellen differiert je nach Definition zwischen rund 30.000 und 75.000, die offene Stellen Quote liegt bei rund 2% (der unselbstständig Erwerbstägigen).
Nichterwerbspersonen
Etwa 2,15 Millionen Einwohner, oder 26,5% der Bevölkerung zählen statistisch zu den Nichterwerbspersonen. Darunter fallen Kleinkinder, Schüler, Studierenden (die nicht berufstätig sind), Pensionisten und andere. Insgesamt gibt es derzeit rund 1,26 Millionen Schüler und Studierende. Davon sind etwa 985.00 Schüler und 275.000 Studierende. An Universitäten entfallen auf eine Professorenstelle über 100 Studierende.
Bildungsstand und Qualifikationsprofil der Bevölkerung
Die Qualifikationsstruktur der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren(neues Fenster) , das sind rund 2,3 Millionen Personen gliedert sich wie folgt. Der jeweils höchst Ausbildungsstand nach ISCED (siehe Unterpunkt Bildung für Erklärungen) lautet: ISCED1 und 2: 18%, ISCED 3A: 6%, ISCED 3B und 3C: 48%, ISCED 4: 9%, ISCED 5B: 7% und ISCED5A und 6: 10%; In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass 567.000 Personen einen Pflichtschulabschluss, 659.000 Personen einen Lehrabschluss, 435.000 Personen eine berufsbildende mittlere Schule, 333.000 Personen eine höhere Schule, 95.000 eine hochschulverwandte Lehranstalt und 223.000 Personen eine Hochschule als höchsten Bildungsabschluss haben.
Die Akademikerquote beträgt in Österreich rund 20%. Dieser Wert ist im internationalen Vergleich sehr gering. An dem Zustandekommen der Quote gibt es aus Österreich Kritik, "der Zugang entspräche nicht unserem System" und könne die die Besonderheiten des heimischen Schulsystems nicht wiedergeben.
Geldentwertung, Inflation
Bei dieser Kennzahl gibt es wiederum einen nationalen Wert, den Verbraucherpreisindex (VPI) und einen internationalen/europäischen Wert, den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). 2010 betrug der Verbraucherpreisindex (VPI) 1,9% und der Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Österreich 1,7%.
Quellen für diese Daten sind die Homepage der Statistik Austria und weiter nationale und internationale Organisationen aus den jeweiligen Themenfeldern.