Kunst
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Die Kunst hatte in Österreichs Kultur schon immer einen hohen Stellenwert. Vor dem österreichischen Kaisertum Anfang des 19. Jahrhunderts war die österreichische Kunst eng mit der schweizerischen und deutschen Kunst verbunden.
Aber auch Verbindungen zu Spanien, Italien, den slawischen und den Donauländern prägten die österreichische Kultur und Kunstszene, da es zu Verschmelzungen fremder Einflüsse kam. Ein Beispiel wäre der „österreichische Barock“ (Repräsentationsstil habsburgischer Kaiser), oder auch einer Schmelze von italienischem Hochbarock mit französischer Klassik mit Einfluss auf die deutsche Architektur.
Beispiele dafür wäre der Baumeister Johann Bernhard Fischer von Erlach, der sich beispielsweise für die Wiener Hofburg, Schönbrunn und die Karlskirche verantwortlich zeichnete:
Wiener Hofburg (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
Schloss Schönbrunn (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
Karlskirche (Quelle, abgerufen am 16.1.2012)
Johann Lucas von Hildebrandt·ist ein weiteres Beispiel für einen seine und die nachfolgende Zeit prägenden Baumeister. Er hat u.a. das untere und obere Belvedere in Wien und das Palais Schwarzenberg realisiert:
Oberes Belvedere (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
Unteres Belvedere (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
Palais Schwarzenberg (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
Österreichische Kunst im 19. Jahrhundert
In dieser Zeit wurde die 6 km lange Wiener Ringstraße geplant (Ludwig von Förster) und umgesetzt; mit dem Ring präsentiert sich Wien im Stil der Neurenaissance. (Klicktipp: Entstehung der Wiener Ringstraße)
Der Architekt Heinrich von Ferstel, der die Votivkirche in Wien entwirft, bringt jedoch neugotische Einflüsse in die Stadt, genau wie Friedrich von Schmidt, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts das Wiener Rathaus erbaut.
Das berühmte Burgtheater, erbaut in den Jahren 1874 bis 1888 von Gottfried Semper und Carl Freiherr von Hasenauer, finden sich jedoch auch Elemente der Neuromantik.
Burgtheater Wien (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
Die bürgerliche Malerei des 19. Jahrhunderts ist jedoch von noch größerer Bedeutung für die österreichische Kunst. Sie wird durch die Epoche des Wiener Vormärz/Naturalismus und des französischen Impressionismus beeinflusst.
Nennenswerte Künstler dieser Zeit:
Für die parallele Epoche zum Vormärz - dem Biedermeier - sei noch Friedrich Georg Waldmüller erwähnt. Seit 1870 wirkte sich zudem die neubarocke Malerei Hans Makarts auf Mode, Wohnkultur und Kunstgewerbe - auch über seinen Tod hinaus - aus.
Österreichische Kunst im 20. Jahrhundert
Im Zuge der Jahrhundertwende entwickelte sich Wien zu einem europäischen Zentrum der Jugendstil- und frühfunktionalistischen Architektur und Malerei. Einerseits ist die Kunstlandschaft von einer entschiedenen Ablehnung der künstlerischen Verflachung durch Massenkunst und Oberflächlichkeit geprägt, andererseits bekannte man sich zur Qualität eines Hans Makart, forderte aber die stete Erneuerung und Auffrischung.
Man orientierte sich an den Entwicklungen Resteuropas, insbesondere Englands, Frankreichs, Belgiens und Deutschlands. Diese Umbruchphase, die in den 1890er Jahren in Wien unter anderem durch die Gründung der Secession eingeleitet wurde, war die Basis für eine rasche und eigenständige Entwicklung, die große internationale Bedeutung erlangen sollte.
Bedeutende Baumeister sind u.a. Otto Wagner, Joseph Maria Olbrich, Josef Hoffmann. Adolf Loos und Leopold Bauer stehen für moderne funktionalistische Bauweise, während Karl Ehn und Clemens Holzmeister für expressionistischen Baustil stehen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg tun sich besonders sind Roland Rainer, Hans Hollein, Gustav Peichl und auch Clemens Holzmeister als bedeutende Architekten hervor.
Haas Haus Wien (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
In der Kunstsparte der Malerei finden sich Künstler wie Gustav Klimt, der mit Adele Bloch-Bauer I das später zweitteuerste Gemälde aller Zeiten gemalt hat:
Gustav Klimt: Adele Bloch-Bauer I (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
Auch Egon Schiele und Alfred Kubin prägten die österreichische Kunst nach 1900; Otto Kokoschka etwa, der den Zugang österreichischer Malerei zur modernen europäischen Kunst öffnete, erlangte ebenfalls Weltgeltung.
Bekannte Nachkriegskünstler:
Seit den 60er Jahren gehörten zur Wiener Schule des fantastischen Realismus E. Bauer, Ernst Fuchs, W. Hutter, A. Lehmden, R. Hausner, die dem surrealistischen Stil verpflichtet waren. Der bekannte Maler Friedensreich Hundertwasser dagegen arbeitet im Stil zeitgenössischer abstrakter Kunst.
Hundertwasserhaus (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
Für den abstrakten Expressionismus stehen Josef Mikl, Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky; Themenbereiche des menschlichen Irrsinns werden von Peter Pongratz und Franz Ringel gemalt; Christian Ludwig Attersee wurde mit Pop-Art bekannt.
Die moderne österreichische Plastik wird im Werk von Alfred Hrdlička (auch umfangreiches grafisches Werk) oder etwa Fritz Wotruba deutlich.
Quelle
Als Abschluss dieses kurzen Abrisses sei als herausragendes Beispiel eines Museums hier das Kunsthistorische Museum Wien genannt:
Kunsthistorisches Museum Wien (Quelle, abgerufen am 18.1.2012)
„Das Kunsthistorische Museum in Wien zählt zu den größten und bedeutendsten Museen der Welt. In den reichen Sammlungen befinden sich Objekte aus sieben Jahrtausenden, von der Zeit des Alten Ägypten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Besondere Schwerpunkte liegen in der Kunst der Renaissance und des Barock.
Der hohe Rang der Sammlungen und ihre Vielfalt sind zum Großteil das Resultat der Vorlieben und Interessen von Persönlichkeiten aus dem Haus Habsburg, unter ihnen Kaiser Rudolf II. (reg. 1576–1612) und Erzherzog Leopold Wilhelm (1614–1662).
1891 fand die feierliche Eröffnung des neu erbauten Museums an der Wiener Ringstraße statt. Damit waren erstmals die kaiserlichen Sammlungen unter einem Dach vereint. Der prachtvolle Monumentalbau von Gottfried Semper und Carl von Hasenauer bildet seit damals den würdigen Rahmen für die von den Habsburgern über Jahrhunderte zusammengetragenen Kunstschätze.“ Quelle
Finden Sie viele weitere Informationen zu Kunst in Österreich auf austria.info bzw. alle Museen Österreichs in der Museumssuche auf museum.at.
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, mit interessantem Glossar zur Kunst in Österreich, auch auf politischer Ebene.
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Als herausragendes Beispiel eines Museums sei hier das Kunsthistorische Museum Wien genannt:
„Das Kunsthistorische Museum in Wien zählt zu den größten und bedeutendsten Museen der Welt. In den reichen Sammlungen befinden sich Objekte aus sieben Jahrtausenden, von der Zeit des Alten Ägypten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Besondere Schwerpunkte liegen in der Kunst der Renaissance und des Barock.
Der hohe Rang der Sammlungen und ihre Vielfalt sind zum Großteil das Resultat der Vorlieben und Interessen von Persönlichkeiten aus dem Haus Habsburg, unter ihnen Kaiser Rudolf II. (reg. 1576–1612) und Erzherzog Leopold Wilhelm (1614–1662).
1891 fand die feierliche Eröffnung des neu erbauten Museums an der Wiener Ringstraße statt. Damit waren erstmals die kaiserlichen Sammlungen unter einem Dach vereint. Der prachtvolle Monumentalbau von Gottfried Semper und Carl von Hasenauer bildet seit damals den würdigen Rahmen für die von den Habsburgern über Jahrhunderte zusammengetragenen Kunstschätze.“
Quelle
Finden Sie weitere Informationen zu Kunst in Österreich auf austria.info bzw. alle Museen Österreichs in der Museumssuche auf museum.at.
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, mit interessantem Glossar zur Kunst in Österreich, auch auf politischer Ebene.