März
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Bräuche:
Da die kirchlichen Oster-Feiertage und die Karwoche, sowie die traditionellen Veranstaltungen an diesen Tagen nicht auf ein fixes Datum festgelegt sind, können diese entweder im März oder April stattfinden.
Liebstattsonntag: Am 4. Sonntag der Fastenzeit, dem sogenannten Liebstattsonntag, verteilen Männer an ihre Angebeteten Herzen aus Lebkuchen, die mit Sprüchen verziert sind. Dieser Brauch ist besonders in Oberösterreich verbreitet.
Palmsonntag: Am Palmsonntag, dem letzten Sonntag vor Ostern, werden gebundene Palmbuschen, die traditionell aus 9 verschiedenen Pflanzen bestehen (Palmzweig, Haselnuss, Eiche, Erika, Stechpalme, Seidelbast, Wachholder, Almgras und Segenbaum), bei einem Umzug mitgeführt, in der Kirche gesegnet und sollen dann Häuser und Felder vor Unglück beschützen.
Karwoche/Ratschen: Die Woche zwischen Palmsonntag und Karsamstag ist eine Zeit des Fastens und Gedenkens. In dieser Zeit sagt man, dass die Glocken nach Rom fliegen, da sie schweigen. Ihre Aufgaben übernehmen die Ratschenkinder, die mit ihren selbstgebastelten hölzernen Ratschen durch die Straßen ziehen und die Menschen zum Gebet aufrufen.
Ostersonntag/-montag: Nach der Auferstehungsfeier am Karsamstag beginnen die Osterfeierlichkeiten. Dies ist auch der Zeitpunkt, ab wann die Glocken wieder aus Rom zurückkehren und läuten. Typische Bräuche sind hier das Verschenken von gefärbten Ostereiern als Symbol der Fruchtbarkeit (oder in manchen Teilen Österreichs auch gekratzten), das Teilen der geweihten Speisen wie Osterstriezen und -brezeln, diverse Osterfeuer zur Reinigung und Abwehr von Geistern, sowie das Eierpecken.
Quellen:
Fochler, Rudolf (1971): Von Neujahr bis Silvester, Linz
Brauchtumskalender der OÖ Volkskultur